Aktuelle Berichte – Hospizkreis Menden e.V.

 

Mitgliederversammlung des Hospizkreises Menden
In der Mitgliederversammlung des Hospizkreises Menden wurde neben dem regulären Versammlungsablauf zunächst auf die Aktivitäten im Vereinsjahr 2019/2020 verwiesen. Mit 3 neuen Mitgliedern zählt der Hospizkreis z.Zt. 108 Mitglieder, wovon 20 ehrenamtlich aktiv sind.
Am Hospiztelefon wurden ca. 120 Anrufe entgegengenommen, in denen es um Beratung und Hilfestellung, verstärkt aber auch um Sterbebegleitung ging.
In ihrer letzten Lebensphase wurden 14 Personen zwischen 57 und 92 Jahren begleitet; 6 davon im Pflegeheim und 8 in ihrer häuslichen Umgebung. 5 Familien reichte ein Erstgespräch aus, um die Situation des Kranken allein bewältigen zu können.
Den monatlich stattfindenden Trauertreff im Vincenz-Altenheim, der trauernden Menschen die Möglichkeit gibt, sich mit anderen auszutauschen, besuchten 16 Personen (12 Frauen und 4 Männer); zusätzlich gab es 13 Einzelgespräche.
Einmal wöchentlich besuchten 9 Hospizmitglieder die Palliativstation der Paracelsus-Klinik in Hemer. Insgesamt wurden in 41 Besuchen 68 Stunden Gespräche mit 100 Patienten geführt, die laut Stationsleitung eine positive Wirkung auf die Kranken haben.
Jeden 2. Donnerstag im Monat richtet der Hospizkreis eine Abschiedsfeier für ansonsten anonym zu bestattende Menschen in der Kapelle Am Limberg aus. Im vergangenen Jahr wurden mit kirchlicher Begleitung beider Konfessionen je 8 Frauen und Männer zwischen 56 und 92 Jahren in einer würdevollen Atmosphäre verabschiedet.
Im Vereinsjahr fanden 5 Vorstandssitzungen, 6 Supervisionen und 2 Fortbildungsveranstaltungen statt. Es gab 7 öffentliche Montagstreffs, 11-mal war der Hospizkreis freitags auf dem Wochenmarkt mit einem Infostand vertreten.
Beendet wurde das Jahr 2019 mit der Jahres-Trauerfeier im November und der Adventsfeier im Dezember.
Seit Februar findet ein neuer Sterbebegleiterkurs statt, der von 16 Teilnehmern -darunter 6 Männer- besucht wird.
-Aufgrund der momentanen Corona-Krise wurde der Kurs unterbrochen und soll im Herbst fortgesetzt werden.-
Es folgten der Bericht des Vorstands und der Kassenprüfer. Die Versammlung erteilte der Kassiererin und dem Vorstand Entlastung.
Der neue Vorstand wurde für die nächsten 2 Jahre gewählt.
Er setzt sich wie folgt zusammen:
Geschäftsführender Vorstand: Ingrid Camatta, Manuela Gäbler, Heidi Hassel
Vorstand: Stefanie Brandt, Ilona Düppe, Marion Kleine, Uta Lahme, Engelbert Schulte
Beirat: Wilderich von Boeselager, Dorothee Martin, Doris Steinhof

 

Sterbefasten


Christiane und Hans-Christoph zur Nieden im gut gefüllten Alten Ratssaal

Sterbefasten war das Thema von Christiane und Hans-Christoph zur Nieden im gut gefüllten Alten Ratssaal. Zu dieser Veranstaltung hatten der Hospizkreis Menden und die Buchhandlung Daub eingeladen.
Sterbefasten ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern wurde z.B. schon von Marc Aurel und Indianerstämmen praktiziert.
Christiane zur Nieden ist Heilpraktikerin und seit 35 Jahren in der Sterbe- und Trauerbegleitung tätig, ihr Mann Hans-Christoph ist Palliativmediziner.
Nach Veröffentlichung ihres Buches „Sterbefasten“, in dem Christiane zur Nieden den Prozess des Sterbefastens (freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit) ihrer 88-jährigen Mutter eindringlich schildert, kam es zu einem regen Austausch zwischen den Autoren und zahlreichen Betroffenen und deren Angehörigen. Daraus resultierte das 2. Buch „Umgang mit Sterbefasten“, in dem Fallbeispiele gesammelt und kommentiert werden.
Anhand einiger ausgewählter Beispiele zeigt das Ehepaar mögliche Verläufe des Sterbefastens auf: Da ist Edith, die von ihrer Tochter Susan zu Hause begleitet wird. Edith ist in den ersten Tagen noch recht aktiv, am 6. Tag lässt ihre Kraft nach und der Durst wird stärker, immer quälender, aber sie lehnt die Aufnahme von Flüssigkeit ab. Edith verstirbt am 11. Tag ganz ruhig in den Armen ihrer Tochter.
Bei Detlev dauert der Sterbeprozess bis zum 31. Tag, was daraus resultiert, dass er täglich noch bis zu 1 Liter Wasser und Tee zu sich nimmt. Erst als er dies gravierend reduziert, kann er am 37. Tag ruhig einschlafen.
Frau und Herr zur Nieden weisen darauf hin, dass die Zufuhr von Flüssigkeit dem Körper das Sterben erschwert. So bilden auch Infusionen und das Zuführen von Sauerstoff erschwerende Faktoren. Bei 70 % der Sterbefastenden dauert der Sterbeprozess in der Regel 10 bis 16 Tage. Auch in Altenheimen ist Sterbefasten -wenn bisher noch relativ selten durchgeführt- möglich. Herr zur Nieden berichtet von einem Bewohner, der diesen Wunsch nicht explizit geäußert hat, dessen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit aber gut gehändelt wurde.
Nicht durchführbar ist das Sterbefasten bei psychisch Kranken und bei Menschen mit Demenz. Gute Voraussetzungen für das Umsetzen von Sterbefasten sind nach Hans-Christoph zur Nieden, dass die Betroffenen hoch betagt sind (über 85 Jahre), ein Durchhaltevermögen haben und gut begleitet werden, wobei eine gewissenhafte Mundpflege das A und O ist.
Auch wenn das Sterbefasten kein leichter Weg ist, so schenkt es den Betroffenen und den Angehörigen eine sehr intensive Zeit.
In der sich anschließenden Diskussion kam auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum selbstbestimmten Sterben zur Sprache, was sich auf alle Phasen des Lebens bezieht und somit für viele Menschen in seiner Tragweite überraschend ist.
Es wurde auch thematisiert, dass ebenfalls in Seniorenheimen die Individualität der Bewohner im Hinblick auf ihre Selbstbestimmung mehr Berücksichtigung finden sollte.
Auch wenn die Zahlen der Sterbewilligen und Sterbefastenden zunehmen werden, da unsere Gesellschaft immer älter wird (Äußerung eines Teilnehmers), wird die Anzahl der Suizide nach Auffassung von Frau zur Nieden nicht gravierend ansteigen, denn „zu wissen, dass man einen Ausweg hat, lässt die Menschen leben“ (Zitat: Christiane zur Nieden).

 

Entspannung durch Klangwahrnehmung


Foto: Ilona Düppe





Einen entspannten Einstieg in das Jahr 2020 erlebten die Mitglieder des Hospizkreises Menden beim ersten offenen Montagstreff des Jahres.
Martina Schmidt, Entspannungspädagogin vom Gesundheitswerk Wickede, stellte zunächst unterschiedliche Klangschalen, wie z.B. die Herz-, Kopf- und Beckenschale, aber auch eine Bolo-Spezial-Schale (Klangschale ohne Boden) vor.
Alle Klangschalen können mit einem weichen oder harten Schlegel angeschlagen werden und erzeugen so unterschiedliche Klangwellen. Diese Klangwellen breiten sich im ganzen Körper aus und können so helfen, in eine Tiefenentspannung zu gelangen, die erholsam und regenerierend wirken kann.
Durch den achtsamen Umgang mit Klang, Körperwahrnehmung und einer Fantasiereise, auf die Martina Schmidt alle Anwesenden mitnahm, konnte jeder Teilnehmer seinen Fokus auf sich selbst richten, um so zu entschleunigen.
Diese persönliche Erfahrung stieß bei allen Teilnehmenden auf positive Begeisterung.

 

Da sein, wenn es zu Ende geht
Neuer Sterbebegleiterkurs des Hospizkreises Menden in 2020


Die würdevolle Begleitung sterbender Menschen ist eine zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft, der sich der Hospizkreis Menden besonders widmet.Um diese ehrenamtliche Tätigkeit ausüben zu können und neue Interessierte zu motivieren, bedarf es fachkundiger Unterweisung und Ausbildung.
Deshalb bietet der Hospizkreis Menden vom 14.02.2020 bis zum 29.03.2020 einen neuen Kurs für Sterbebegleiter an. Dieses Seminar umfasst 6 Wochenenden und gliedert sich thematisch in 4 Blöcke auf, die sich mit den Bereichen Sterben als Herausforderung am Lebensende, Grundlagen zur Gestaltung von Kontakt und Kommunikation sowie Vertiefung durch Rollenspiele und Praxiserfahrung von erfahrenen Sterbebegleitern, Kommunikation mit Demenzerkrankten sowie Abschiedsrituale und Trauerbegleitung befassen.
Das Seminar findet jeweils freitags von 18 bis 21 Uhr (ausgenommen sind der 13.03. und der 20.03.), samstags von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 13 Uhr im Seniorenzentrum der GeWoGe, Lendringser Hauptstraße 68 in 58710 Menden statt.
Am Karnevalswochenende (21.02. bis 23.02. 2020) fällt das Seminar aus.
Die insgesamt 72 Stunden kosten pro Teilnehmer 150 Euro.
Ein Info-Abend findet am 03.01.2020 um 18.30 Uhr an genanntem Ort statt.
An diesem Abend stehen Referenten und Aktive des Hospizkreises für weitere Details und Fragen zur Verfügung.
Die Kursanmeldung ist ab sofort möglich unter folgenden Kontaktdaten:
manuelagaebler@freenet.de oder telefonisch unter 02373/82284 Selbst wenn die Teilnahme an diesem Seminar nicht dazu führen sollte, als ehrenamtliche(r )Begleiterin/Begleiter im Hospizkreis tätig zu werden, so dient es laut Aussage der Aktiven der persönlichen Bereicherung und einem besseren Umgang mit Tod und Trauer.

 

Jahrestrauerfeier 2019




Der offene Montagstreff des Hospizkreises Menden war im November erneut der Jahrestrauerfeier vorbehalten.
In dieser Feier wurde sowohl der Verstorbenen gedacht, die im laufenden Jahr begleitet wurden, als auch der vom Ordnungsamt bestatteten Menschen, für die der Hospizkreis monatlich eine Trauerfeier durchführte.
Mitglieder des Hospizkreises und Angehörige erinnerten in einem würdevollen Rahmen noch einmal an ihre lieben Verstorbenen.

 

Musik und Poesie -Konzertante Lyrik- (07.10.19)


Konzertante Lyrik vorgetragen von Karin und Gottfried Pielhau (Foto: Ilona Düppe)

Einen unvergesslichen Abend bescherte das Ehepaar Karin und Gottfried Pielhau aus Hemer den Mitgliedern und Gästen des Hospizkreises Menden beim letzten offenen Montagstreff.
Sie sangen Lieder und rezitierten Gedichte, die ihnen selbst wichtig sind und mit denen sie Freude bereiten wollen.
Der 1. Zyklus widmete sich dem Lyriker und katholischen Priester Lothar Zenetti.
Das Lied „Möchte manchmal fliegen, eine Feder sein …“ weist auf den Wunsch der Menschen hin, aussteigen zu können und in den Himmel der Hoffnung aufzusteigen. Der Liedzeile „Man kann damit leben, mit Schlaf und gutem Essen …“ folgen die Fragen: „Und das soll alles sein? Und sonst soll es nichts geben?“ Zenetti fordert in seinen Texten auf, „ zu wagen, was keiner wagt; zu sagen, was keiner sagt; zu denken wagen, was keiner denkt“ ( „Was keiner wagt“ von Konstantin Wecker). Er ermuntert, Träume zu haben; Licht zu machen, wo es dunkel ist.
Aber nicht nur Zuhören und Aufnehmen sind angesagt, sondern auch Mitmachen. Gottfried Pielhau fordert die Anwesenden auf, den Vierzeiler von Zenetti
„Sieben Farben hat das Licht,
will die Nacht vertreiben.
Sieh es an und fürcht’ dich nicht,
Soll nicht finster bleiben.“
im Kanon mitzusingen, was die Leichtigkeit des Abends unterstreicht.
Einen weiteren Schwerpunkt bilden Texte von Hanns Dieter Hüsch, die Gottfried Pielhau vertont hat. Dazu gehören „Ich möchte ein Clown sein und immer lachen, die andern lachen machen.“ „Sollen wir sie lieben, diese Welt? Ich würde sagen, wir soll’n es wagen.“
Er rezitiert auch den Psalm „Wir alle sind in Gottes Hand.“
Ebenfalls Joachim Ringelnatz findet mit seinen Turngedichten Beachtung. Der „Klimmzug“ ist ein Symbol fürs Leben: immer aufwärts.
Gottfried Pielhau lenkt das Augenmerk auf Eva Strittmatter, die vielen nicht so bekannt ist, wie die zuvor Genannten, die aber seiner Meinung nach wunderbare Texte geschrieben hat, wie „Die guten Dinge des Lebens sind alle kostenlos: die Luft, das Wasser, die Liebe. Wie machen wir das bloß, das Leben für zu teuer zu halten, wenn die Hauptsachen kostenlos sind?“ (Thema: Werte)
Im Mittelpunkt stehen für sie Hoffnung, Sehnsucht, Erinnerung.
Abgerundet wird dieser bemerkenswerte Abend mit den Liedern: Pfingstbestellung, Morgenwonne und Wenn ich einmal tot bin, alles vertonte Gedichte von Joachim Ringelnatz.

 

"Geschwister-Wege" (01.07.19)

Beim offenen Montagstreff im Juli begrüßte der Hospizkreis Menden Frau Sandra Schopen und Frau Chantal Biermann vom Deutschen Kinderhospizverein.
Frau Schopen, seit 13 Jahren dort tätig, ist Ansprechpartnerin für Geschwister. Sie zeigte zunächst die Gemeinsamkeiten zwischen der Kinder- und Erwachsenenhospizarbeit auf: Ausbildung von Ehrenamtlichen, wovon 90 % Frauen sind, sowie Besuch und Begleitung von Familien. In beiden Bereichen sollten Haupt- und Ehrenamtliche immer individuell begleiten und ein verlässlicher Partner sein.
Es gibt aber auch Unterschiede: So wird in der Kinderhospizarbeit nicht ausschließlich in der finalen Lebensphase begleitet, sondern über Jahre hinweg und auch noch über den Tod hinaus, wenn die Familie es wünscht. Der Kontakt bezieht sich auf die gesamte Familie und teilweise auch auf Schulen. Das Einzugsgebiet der zu Begleitenden ist größer. Es werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene begleitet, von denen die Minderheit an Krebs erkrankt ist. Die Mehrheit leidet an Muskel- oder Stoffwechselerkrankungen oder an den Folgen eines Unfalls.
Neben der Unterstützung der erkrankten Kinder und deren Eltern spielen die Geschwister eine wichtige Rolle, zumal gemäß der Geschwisterforschung ihr Einfluss so groß ist, wie der der Eltern. Geschwister stellen ein „soziales Trainingscamp“ dar. So werden auch Projekte und Workshops vom Kinderhospizverein mit Geschwistern gemeinsam entwickelt und durchgeführt.
Es gibt bundesweit über 20 ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste und 14 stationäre Hospize, die einmal jährlich bis zu 4 Wochen in Anspruch genommen werden können. In der finalen Phase gibt es kein zeitliches Limit.


Frau Sandra Schopen (links) und Frau Chantal Biermann vom Deutschen Kinderhospizdienst
Foto: Ilona Düppe


Chantal Biermann ist Geschwister einer lebensverkürzend erkrankten Schwester, die mittlerweile 25 Jahre alt ist, deren geistige Entwicklung aber auf der Stufe eines 3-jährigen Kindes ist.
Chantal ist als jüngstes von 3 Kindern in diese Situation hineingeboren und empfindet sie nicht als belastend, wie es die Gesellschaft oft sieht. Vielmehr ist ihre Schwester jemand, an dem sie wächst und sich entwickelt. Auch ihre Berufswahl -Ausbildung zur heilpädagogischen Pflegekraft- resultiert daraus und und sie nimmt an Befähigungskursen für ehrenamtlich Tätige teil. Natürlich spielen die Einstellung und das Verhalten der Eltern eine wesentliche Rolle. Chantal: "Wir haben gelernt, offen über Sterben, Tod und Trauer zu sprechen. Es ist normal, zwischen 2 Brotschnitten darüber zu sprechen."
Sie kennt aber auch gesellschaftliche Diskriminierung, wenn sie mit ihrer Schwester, die im Rollstuhl sitzt, unterwegs ist. Die resultiere zu einem Teil auch aus Unsicherheit. "Was man nicht kennt, macht Angst." Aussagen wie: "Du weißt, wie kostbar Zeit ist, also nutze sie." sind wenig hilfreich, sondern erzeugen Druck. Auch möchte sie nicht als „Schattenkind“ gesehen werden, denn dann träfe die Aussage eines Geschwisters zu: "Wenn ich ein Schattenkind bin, dann steht mein (kranker) Bruder in der Sonne." Ihre Schwester wird seit 2008 vom Hospizdienst begleitet, was entlastend für die Eltern und Geschwister war. Dass sie seit etwa 5 Jahren in einer Wohneinrichtung lebt, in der sie von zwei ihr bekannten Ehrenamtlichen begleitet und von der Familie regelmäßig besucht wird, sieht Chantal als normalen Prozess der Ablösung.
Den Schlusspunkt dieses interessanten Abends setzte die von Chantal Biermann zitierte Aussage eines Geschwisters: "Wir wünschen uns kein Mitleid, sondern Anerkennung."

 


Stefanie Brandt (rechts) vom Hospizkreis bedankt sich bei Lydia Graf und Christian Friedrich
Foto: Ilona Düppe


Bestattungsformen und Trauerredner (11.06.19)

Der offene Montagstreff des Hospizkreises Menden stand im Juni unter dem Thema „Bestattungsformen und Einsatz von Trauerrednern“.
Gestaltet wurde der Abend vom fachgeprüften Bestatter Christian Friedrich, der seit 1994 selbständig tätig ist, und der Trauerrednerin Dipl. Theol. Mag. Lydia Graf.
So, wie sich unsere Gesellschaft verändert hat, haben sich auch Bestattungsformen verändert. Waren noch bis 1994 Erdbestattungen die Regel und Urnenbestattungen die Ausnahme, finden heutzutage über 80% Urnenbeisetzungen statt.
Christian Friedrich weist darauf hin, dass es in Deutschland für die Urnen einen Bestattungszwang gibt, d.h. dass die Asche der/des Verstorbenen nicht mit nach Hause genommen werden darf, wie dies z.B. in den Niederlanden möglich ist. In Ausnahmen können aber Teile der Asche ausgehändigt werden, um diese in einem Amulett zu verarbeiten. Weitere Optionen sind, Aschereste in die Schweiz zu schicken, die dort zu einem „Diamant“ gepresst werden oder die Asche der/des Verstorbenen in die Niederlande überführen zu lassen, wo sie dann den Angehörigen zur freien Verfügung übergeben werden kann.
Auf dem Waldfriedhof Am Limberg und dem evangelischen Friedhof Am Hahnenbusch gibt es Kolumbarien (Mauernischen), in denen Urnen beigesetzt werden. Der Limberg bietet auch die Möglichkeit einer Baumbestattung. Name und Daten der/des Verstorbenen werden auf einer Messingtafel festgehalten und an einem Baum befestigt. Allerdings dürfen dort keine Blumen niedergelegt und keine Lichter angezündet werden.Die Rasengräber am Limberg dienen einer anonymen Bestattung.
Nach Aussage von Christian Friedrich ist auch der Wunsch nach einer Seebestattung angestiegen. Früher gab es 1 bis 2 jährlich, heute sind es 10 bis 12%. Die Kosten dafür belaufen sich auf 700 bis 800 Euro, mit einer Trauerfeier an Bord betragen sie zwischen 1300 bis 1400 Euro. (Eine Feuerbestattung kostet durchschnittlich zwischen 2800 und 3500 Euro.)Für die Seebestattung gibt es ausgewiesene Bereiche und die Urne muss sehr schwer sein, damit sie sinkt. Als eher exotisch bezeichnete Christian Friedrich die Weltraumbestattung, die kaum angefragt wird.
In Menden gibt es 2 kommunale Friedhöfe (Lendringsen und Limburg) sowie etliche katholische und evangelische. Die Ruhezeit für Urnengräber beträgt 25 Jahre, für Erdstätten 30 Jahre.
Für Erdbestattungen gilt Sargzwang.
Auf dem kath. Friedhof in Menden existiert ein Urnengemeinschaftsfeld mit einer Natursteinplatte, auf der die Namen der Beigesetzten eingetragen sind.
Eine Urne kann jederzeit über einer Erdstätte beigesetzt werden. Da die Grabstätte über das Erbpachtrecht läuft, kann dort auch ein aus der Kirche Ausgetretener beigesetzt werden.

Bis 1994 wurden Trauerredner sehr selten angefordert, mittlerweile liegt ihr Anteil bei 20%. Was sind Gründe für diese Veränderung?
Ein Grund liegt darin, dass Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, keinen Anspruch auf eine kirchliche Beisetzung haben. Christian Friedrich zitiert Pastor Senkbeil, der den Austritt wie ein Testament sieht, zumal man ja beim Amtsgericht seinen Willen bekundet hat.
Weitere Gründe können sein, dass Menschen sich in seelsorgerischen Dingen von der Kirche nicht verstanden fühlen und sich eine individuellere, nicht so stark an den Riten der Kirche orientierte Bestattung wünschen. Lydia Graf, die Theologie studiert hat und als Trauerrednerin tätig ist, unterstreicht diesen Aspekt, wenn sie berichtet, dass bei der Beisetzung eines Herrn, der Weinliebhaber war, mit einem Glas Wein angestoßen wurde oder dass es Lichterrituale mit Kerzen gibt bzw. Seifenblasen oder Räucherstäbchen zum Einsatz kommen.
Für Frau Graf steht bei der Beisetzung das persönliche Leben der/des Verstorbenen im Mittelpunkt ebenso wie das Eingehen auf die Wünsche und Vorstellungen der Angehörigen. Dabei spielen Gedichte, Lieder und die persönliche Ansprache eine wichtige Rolle.

Im Anschluss an die informativen Vorträge und regen Diskussionen erfolgte eine Besichtigung des Bestattungshauses.

 


Manuela Gäbler (rechts im Bild) bedankt sich bei Andrea Schmidt
Foto: Ilona Düppe
Weg in die Stille (11.05.19)

Andrea Schmidt, Mitglied des Hospizkreises und Kontemplationslehrerin der Linie Willigis Jäger, führte beim offenen Montagstreff des Hospizkreises Menden die zahlreich erschienenen Interessierten in das Thema „Stille“ ein.
Kontemplation ist ein spiritueller Vertiefungsweg, der u.a. durch den Benediktiner und Zenmeister Willigis Jäger wiederbelebt und gelehrt wird.

Andrea Schmidt lud die Anwesenden dazu ein, sich auf das Experiment „Stille“ einzulassen, sie zu erfahren. Das Anwenden von Gebärden war ein 1. Schritt, sich auf sich selbst zu besinnen. Weitere Elemente waren Gehmeditation und das Sitzen in der Stille.
Durch geführte Stille-Meditation, angereichert mit unterschiedlichen Impulsen, konnte Stille erlebbar werden.
Nach gut 80 Minuten der Meditation waren die Teilnehmer dankbar für die gewonnenen Einsichten in Bezug auf Gefühle, Körper- und Sinneswahrnehmungen. Eine Teilnehmerin berichtete, dass die Gleichzeitigkeit von Stille und lärmenden Geräuschen spürbar wurde. Andere berichteten von Heiterkeit und Frieden, wieder andere waren erstaunt darüber, wie schnell die Zeit „in der Stille“ vergangen war.

 


Matthias Kortwittenborg: Herausforderung Demenz
Foto: Ilona Düppe
Herausforderung Demenz (05.04.19)

Beim offenen Montagstreff begrüßte der Hospizkreis Menden den Dipl.-Sozialarbeiter Matthias Kortwittenborg, der im Demenz-Servicezentrum NRW für den Märkischen Kreis zuständig ist.

Matthias Kortwittenborg begann seinen Vortrag mit einigen statistischen Zahlen, um die Bedeutung der Demenzerkrankung in unserer Gesellschaft zu veranschaulichen.
In Deutschland gibt es gegenwärtig 1,6 Mill. an Demenz erkrankte Menschen, deren Zahl in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird.
Demenz ist ein Oberbegriff von rund 50 Krankheiten, von denen die bekannteste und zu 55 % am meisten verbreitete Form die Alzheimer-Erkrankung ist. Sie ist benannt nach dem deutschen Arzt und Neurologen Alois Alzheimer, der seine Tätigkeit der Erforschung dieser Erkrankung (besonders am Fall Auguste Deter, die bereits mit 51 Jahren an geistiger Verwirrtheit litt) widmete.

Das Risiko, demenziell zu erkranken, steigt mit dem Lebensalter: 70 % der Betroffenen sind im höheren Lebensalter, 30 % sind über 90-Jährige, aber auch durch immer mehr Single-Haushalte und soziale Einsamkeit.
Bei Alzheimer werden die Symptome durch einen fortschreitenden Verlust der Nervenzellen hervorgerufen, dadurch nimmt das Gehirn ab, es schrumpft, die sog. Atrophie.
Bei Alzheimer-Patienten lässt die zeitliche, örtliche, situative und auch auf Personen bezogene Orientierung nach. Häufig geht das Hungergefühl zurück, der Tag-/Nacht-Rhythmus ist gestört. Es herrscht ein unkontrollierter Bewegungsdrang. Der Patient entwickelt Ängste und erfährt Sinnestäuschungen. Matthias Kortwittenborg weist jedoch darauf hin, dass es nicht „die Demenz“ gibt, sondern dass jeder Krankheitsverlauf anders ist.
Bei Demenz handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die nicht heilbar ist, die aber heutzutage durch z.B. Demenzsprechstunden, CT-, MRT-Untersuchungen früher diagnostiziert werden kann.
Ziel muss es sein, dem Kranken ein zufriedenes Leben zu ermöglichen und durch Zuwendung, Zeit, Zärtlichkeit den Zugang zum Patienten zu finden.
Da aber 70 % immer noch von Angehörigen gepflegt werden, ist es ebenso wichtig, dass die betreuenden Personen nicht ständig an ihre Grenzen stoßen, sondern Unterstützungsangebote im Alltag, wie Kurzzeit-, Verhinderungs- oder Tagespflege nach dem Pflegestärkungsgesetz II annehmen. Erleichtert wird dies dadurch, dass das PSG II seit 2017 Menschen mit Demenz Ansprüche auf Leistungen der Pflegeversicherung gewährt.

Nach dem informativen Vortrag kam vom interessierten Publikum u.a. die Frage, ob man der Demenz vorbeugen kann. Matthias Kortwittenborg erklärte, dass mediterrane Kost, eine fettreduzierte Ernährung und viel Bewegung auf jeden Fall hilfreich seien.

 

Mitgliederversammlung des Hosizkreises Menden (22.03.19)

In der Mitgliederversammlung 2019 des Hospizkreises Menden bestimmten neben dem regulären Versammlungsablauf die Aktivitäten des Vereinsjahres März 2018/2019 den Abend, da die Vorstandswahlen erst wieder in 2020 durchgeführt werden.
Es konnten 6 neue Mitglieder gewonnen werden, sodass der Verein nun 105 Mitglieder zählt. Davon sind 20 ehrenamtlich aktiv.
12 Personen zwischen 29 und 94 Jahren wurden im vergangenen Jahr begleitet. Die Begleitungen fanden zu Hause, im Krankenhaus oder im Altersheim statt.
Am Hospiztelefon gingen 89 Anrufe ein, bei denen Fragen zur Sterbebegleitung und zu Bestattungen durch das Ordnungsamt beantwortet wurden. Manchen Angehörigen reicht ein Erstgespräch aus, um allein die letzte Lebensphase des Kranken zu bewältigen.
Der Trauertreff, der immer am letzten Samstag eines Monats im St. Vincenz-Altenheim stattfindet, wurde von 26 Frauen und 5 Männern besucht. 3 Personen wählten die Möglichkeit eines Einzelgesprächs.
In der Kapelle des Friedhofs Am Limburg wurden in 18 Abschiedsfeiern 4 Frauen und 14 Männer im Alter von 47 bis 96 Jahren verabschiedet. Der Hospizkreis richtet diese Feiern mit kirchlicher Begleitung für ansonsten anonym zu bestattende Menschen ohne bestattungspflichtige Angehörige am 2. Donnerstag jeden Monats aus.
Die Traueranzeigen wurden und werden weiterhin kostenlos von der Westfalenpost veröffentlicht.
Ab Anfang Mai ist der Hospizkreis wieder mit einem Info-Stand auf dem Wochenmarkt vertreten. 9 Mitglieder haben sich im vergangenen Jahr 14-tägig jeweils freitags von 10 bis 12 Uhr dort engagiert.
Einmal wöchentlich wird die Palliativstation der Paracelsus Klinik Hemer besucht. Bei 39 Besuchen in insgesamt 68 Stunden wurde Patienten und deren Angehörigen ein Gespräch angeboten und mögliche Unterstützung aufgezeigt.
Aktive Mitglieder wurden von 4 verschiedenen Schulen in Menden und Iserlohn zu Info-Veranstaltungen angefragt.
Zusätzlich zu den monatlichen öffentlichen Montagstreffs fanden im Vereinsjahr 4 Vorstands- und 6 Supervisionssitzungen statt.
Das geplante, aber aus Krankheitsgründen ausgefallene Kommunikationsseminar wird im September 2019 nachgeholt. Im selben Monat ist eine Weiterbildung zum Thema „Stille und Selbst-Fürsorge“ geplant.
Ein neuer Sterbebegleiterkurs wird aus heutiger Sicht in 2020 wieder angeboten.
Beendet wurde das Jahr 2018 mit der Jahres-Trauerfeier im November und der Adventsfeier im Dezember.
Der Kassiererin wurde auf der Mitgliederversammlung eine einwandfreie Kassenführung bestätigt. Die Versammlung erteilte ihr und dem Vorstand Entlastung.

 

Zweiter öffentlicher Montagstreff im neuen Jahr (17.02.19)

Eine erste wichtige Tätigkeit ist der Telefondienst. Dort werden verschiedene Hilfen angefragt. Ein weites Feld nimmt davon die Sterbebegleitung ein. Zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen leisten im Wechsel den Telefondienst. Falls die Anfrage über den Anrufbeantworter läuft ist der Rückruf am selben Tag garantiert. Jedoch nicht nur Begleitungswünsche sind Gründe für einen Anruf. Für manchen Anrufer reichen Informationen über mögliche Hilfen im Sterbefall aus und die Familie bewältigt die Begleitung des Sterbenden allein.
Die Anfragen am Hospiztelefon sind vielfältig. Es geht um Trauerfeiern für Verstorbene ohne bestattungspflichtige Angehörige, die der Hospizkreis seit 2005 organisiert, um Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, um Vorträge in Schulen und Gruppen.
Krankenhaus und Palliativmedizinischer Dienst fragen an ob nach der Entlassung des Patienten sowie als zusätzliche Betreuung hospizliche Begleitung möglich ist. Bei auswärtigen Anrufen kann an andere Hospizdienste vor Ort vermittelt werden. Außerdem werden auch Trauereinzelgespräche angefragt.Verzweifelte und sich überfordert fühlende Menschen erwarten das Zuhören von den Ehrenamtlichen am Telefon. Und meistens können sie weiterhelfen.
Die Hospiztelefonnummer (02373/1754953) erfahren sehr viele Anrufer aus der Tageszeitung oder über die home-page des Hospizkreises (www.hospizkreis-menden.de).



Wie gestaltet sich der Weg vom Anruf bis zur Sterbebegleitung? Der Wunsch nach Begleitung wird an die Kollegin weitergegeben, die die Sterbebegleitungen koordiniert. Diese und eine weitere Mitarbeiterin besuchen den Patienten und seine Familie zum Erstgespräch um die Situation zu realisieren, die Wünsche der Betroffenen kennen zu lernen und abzusprechen was von Seiten der Hospizmitarbeiter zu leisten möglich ist. Danach wird eine zu Patient und seinen Angehörigen möglichst passende Sterbebegleiterin oder ein Sterbebegleiter ausgesucht und dieser Familie vorgestellt. Mit Beginn der Begleitung ist es deren Aufgabe Absprachen mit dem Kranken und seinen Angehörigen in eigener Verantwortung zu treffen. Wichtig ist für die Ehrenamtlichen auf sich zu achten und sich nicht zu überfordern. Deshalb muss laut Vereinbarung des Hospizkreises nach dem Tod des Patienten eine dreimonatige Pause eingelegt werden bevor die nächste Begleitung begonnen werden darf. Um Fragen und Probleme während einer Begleitung ansprechen zu können gibt es die sog. Tutoren. Das sind Ehrenamtliche mit langjähriger Erfahrung im Hospizbereich, die man jederzeit kontaktieren kann. Außerdem besteht ein verpflichtendes Supervisionsangebot. Bei dieser regelmäßigen Zusammenkunft aller Aktiven ist ebenfalls die Möglichkeit gegeben sich auszutauschen und Schwierigkeiten zu besprechen. Dies findet statt mit Hilfe einer Fachkraft, die nicht aus dem Hospizbereich kommt sondern von außen auf die Problematik schaut, eine sog. Supervisorin. Alle Hospizaktiven haben Schweigepflicht.
Bei den Sterbebegleitungen fällt besonders auf, dass viele sterbenskranke Menschen ihren letzten Atemzug machen wenn Angehörige das Zimmer verlassen haben. Demente Menschen verlieren zwar das Kurzzeitgedächtnis, Gefühle und Langzeitgedächtnis bleiben jedoch erhalten. Auch das Hören funktioniert bis zum Schluss. Deshalb finden Geschichten aus der Kinder- und Jugendzeit dieser Menschen sowie ihre Lieblingsmusik meist großes Interesse. Als angenehm wird oft auch Körperkontakt in Form von Streicheln der Hände und Arme empfunden. Das Vertrauen, das die Angehörigen den Ehrenamtlichen entgegenbringen, wird von diesen als großes Geschenk empfunden.

Als weiteres Angebot bietet der Hospizkreis seit April 2013 jeden letzten Samstag im Monat einen Trauertreff an. Er nennt sich: „Lichtblick – Zeit für Trauernde“. Einzeltrauergespräche sind ebenfalls möglich.
Für die Ausführung weiterer Aufgabenfelder blieb an diesem Abend keine Zeit.
Das Ziel des Hospizkreises war es seine Arbeit öffentlich zu machen. Das Interesse der Öffentlichkeit war an diesem Abend sehr gering

 

Vorsorge ist Fürsorge (13.01.19)

Beim offenen Montagstreff des Hospizkreises Menden am 07.01.2019 stellte Eva-Maria Schulze , die Mitglied des Hospizkreises ist, die Notfalldose und den von ihr selbst verfassten Notfall-Ordner vor.
Die Notfalldose enthält ein Notfall-Infoblatt über Gesundheitszustand, Vorerkrankungen, Medikamente, Kontaktpersonen und andere Einzelheiten und zwei Aufkleber.
Das Notfall-Infoblatt sollte nach bestem Wissen ausgefüllt und in der Dose gut sichtbar in die Kühlschrank-Tür gestellt werden. Sowohl ein Aufkleber auf der Innenseite der Eingangstür als auch einer außen am Kühlschrank weisen dem Notarzt/den Rettern den Weg zu den wichtigen Informationen und ermöglichen ihnen, noch schneller und besser auf die Notfallsituation zu reagieren.
Jede im Haushalt lebende Person sollte ein eigenes Notfall-Infoblatt ausfüllen.
Die Notfalldose eignet sich auch gut für das Handschuhfach im Auto und für Personen, die mit dem Rollator unterwegs sind. Sie kann besonders wichtig sein für Menschen mit gesundheitlichen Problemen, die alleine leben. Die Dosen können kostenlos beim DRK-Ortsverein Menden, beim Rotary Club Menden, in Apotheken und bei Frau Schulze erworben werden.

Der von Eva-Maria Schulze erstellte Notfall-Ordner enthält ein Register zu 10 Bereichen und ist somit umfangreicher und detaillierter aufgestellt.
Neben persönlichen und medizinischen Daten (wie u.a. dem Medikamentenplan) und dem Hinweis, wer in einem Notfall benachrichtigt werden soll, bietet er die Möglichkeit, z.B. Vollmachten und Verfügungen, Finanzen, Zusatzversicherungen wie eine Rücktransportversicherung abzuheften. Aber auch Wünsche für den Krankheitsfall und Vorstellungen bzgl. der Beerdigung können und sollen dort vermerkt werden.
Alles, was für die Angehörigen in einer Notfallsituation, die ja auch eine Stress-Situation darstellt, hilfreich ist und somit als Wegweiser dient, gehört in den Ordner.
Der sollte gut auffindbar, eventuell farblich markiert in der Wohnung platziert werden.
Der Ordner kann für 29 Euro bei Eva-Maria Schulze erworben werden, wobei je 5 Euro für „Mendener in Not“ gespendet werden.

 

„Sterbefasten“: bewusste Entscheidung für ein selbstbestimmtes Ende

Beitrag aus dem lokalkompass (Stadtspiegel)
"Verinnerungen" - einfühlsam und authentisch gespieltes Figurentheater

Beitrag aus dem lokalkompass (Stadtspiegel)
Ergreifende Momente beim Bürgerpreis

Bericht aus der Westfalenpost, am 12.01.16

(Zur Vergrößerung bitte auf das linke Vorschaubild klicken.)
CDU ehrt Mendener Hospizkreis

Bericht aus dem Hellweger Anzeiger, am 11.01.16

(Zur Vergrößerung bitte auf das linke Vorschaubild klicken.)
Neujahrsempfang: Union zeichnet Hospizkreis mit ihrem Bürgerpreis 2016 aus

Bericht aus der Westfalenpost, am 11.01.16

(Zur Vergrößerung bitte auf das linke Vorschaubild klicken.)




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